Wenn Kurzarbeit die Zusatzrente gefährdet

Kurzarbeit ist in vielen Betrieben angesagt. Weniger Aufträge – weniger Arbeit. Zwar mehr Freizeit – aber auch weniger Geld. Wenn Sie eine zusätzliche betriebliche Altersvorsorge (bAV) haben, dann müssen Sie jetzt entscheiden, ob Sie sich diese Ausgabe weiterhin leisten wollen oder können. Es gibt drei Arten von betrieblicher Altersvorsorge: Erstens: Ihr Arbeitgeber zahlt, und es ist vertraglich geregelt, ob der Chef die Zahlungen bei Kurzarbeit reduzieren darf. Dann gibt es für Sie nichts zu entscheiden. Zweitens: Die Entgeltumwandlung. Das heißt: Ein Teil Ihres Bruttogehalts fließt in die bAV. Über die Summe entscheiden Sie. Drittens: Der Arbeitgeber gibt einen Zuschuss zu Ihrem Beitrag. Dann entscheiden Sie über die Höhe Ihres Beitrags. In den beiden letzten Fällen geht es meist um Direktversicherungen, Pensionskassen oder -fonds. Da lassen sich die Beiträge in der Regel problemlos kürzen. Oder Sie können auch für eine gewisse Zeit Beitragsfreiheit vereinbaren. Kritisch wird es immer dann, wenn Ihre bAV auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung enthält. Dann könnte eine Reduzierung der Beiträge oder eine Beitragsfreistellung zum Verlust des Versicherungsschutzes führen. Deshalb sollten Sie immer versuchen, diese Beiträge freiwillig weiterzuzahlen. Damit bleibt der Schutz sichergestellt. Und Sie ersparen sich eine erneute Gesundheitsprüfung, wenn der Vertrag nach einer Beitragsfreistellung wieder aufgenommen wird. Versicherungsexpertin Lilo Blunck vom Bund der Versicherten (BdV) rät: „Wenn es sich nicht umgehen lässt, den Vertrag ruhen zu lassen, fragen Sie unbedingt Ihre Versicherung, wann und zu welchen Bedingungen die Police wieder bedient werden kann. Manche Versicherer begrenzen nämlich die beitragsfreie Zeit. Wird sie überschritten, kann der Vertrag nicht mehr aufleben.“ (News-Reporter.NET/as)

 
Früh sparen und gewinnen
Deutschland ist und war immer ein Land der Bausparer: Bei einer Gesamtbevölkerung von rund 82 Millionen Menschen gibt es 25 Millionen Bausparer, die über 30 Millionen Bausparverträge mit einer Summe von mehr als 750 Milliarden Euro verfügen. Laut einer aktuellen Allensbach-Studie will jeder zehnte Berufstätige zur Altersvorsorge in eine eigene Immobilie investieren. Über 80 Prozent aller Deutschen träumen davon, ein Haus oder eine Wohnung zu besitzen. Die Realität sieht allerdings anders aus: Im internationalen Vergleich der Wohneigentumsquote bildet Deutschland mit 43 Prozent fast das Schlusslicht aller westeuropäischen Länder. Dabei ist die ?Rente aus Stein" ein wichtiger Bestandteil der privaten Altersvorsorge. Denn die ersparte Miete steigert das verfügbare Einkommen im Alter um etwa 30 Prozent. Nicht verwunderlich also, dass Immobilienbesitzer im Ruhestand durchschnittlich wohlhabender sind als Mieter. Es zahlt sich daher aus, auf sichere und nachhaltige Anlageformen zu...
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